24. Kamingespräch des Fördervereins der Klimaschutzagentur

21. November 2017
Wärmewende mit erneuerbaren Energien

Wie wichtig die Wärmewende für den Erfolg der Energiewende insgesamt ist, wurde beim 24. Kamingespräch des Fördervereins der Klimaschutzagentur Region Hannover am 24. Oktober im Gartensaal des hannoverschen Rathauses deutlich. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Sven Scriba, erläuterten die Branchenvertreter der Unternehmen Solvis, Stiebel Eltron und Viessmann in einer Talkrunde, wie der heutige Stand der Technik aussieht und die erneuerbaren Energien bereits zur Wärmeversorgung eingesetzt werden können. Ob Solarthermie, Wärmepumpen oder Brennstoffzelle – alternative Heizsysteme sind längst bewährt und bieten den Kunden klimaschonende Alternativen.

Die bei der Heimkehr seit über 10 Jahren eingesetzten Techniken im Rahmen der Zentralisierung von Heizanlagen berücksichtigen diese Anforderungen bereits.

Einigkeit herrschte beim Handlungsbedarf in mehreren Punkten: Das größte Problem im Neubaubereich seien die viel zu hohen Grundstückspreise. Hinzu komme der Fachkräftemangel im Handwerk, der auch für einen Modernisierungsschub eine große Bremse sei. Das Handwerk habe so viel im normalen Tagesgeschäft zu tun, dass zu wenig Zeit bleibe, sich mit neuen Technologielösungen zu beschäftigen und weiterzubilden. Neben einer Vereinfachung des Baurechts sei außer Fördermitteln und Zuschüssen eine steuerliche Abschreibung – 30% in drei Jahren – notwendig, um den Markt signifikant anzukurbeln und die Wärmewende voranzubringen.

Den ergänzenden Hinweis von Frank-Peter Ahlers von der Handwerkskammer Hannover nahm Moderator Udo Sahling gern als Schlusswort aus dem Publikum: Funktionierende, regionale Netzwerkstrukturen wie in der Region Hannover seien notwendig, um die Wärmewende als herausfordernde Gemeinschaftsaufgabe anpacken und realisieren zu können.

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