25. Kamingespräche des Fördervereins

24. April 2018

Am 4. April 2018 fanden die 25. Kamingespräch des Fördervereins der Klimaschutzagentur Hannover statt. Zum Jubiläum lud Sven Scriba, Vorstand der Heimkehr und Vorsitzender des Fördervereins, den niedersächsische Umweltminister Olaf Lies sowie Berthold Goeke, Zuständiger für die Klimaschutzpolitik im Bundesumweltministerium, ein.

Rund 60 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung fanden am 4. April zusammen. In einer gemeinsamen Diskussionsrunde betonten sowohl Lies als auch Goeke, dass die beiden Großen Koalitionen in Hannover und Berlin die Energiewende entschlossen angehen. Nun gilt es, Grundlagen für die konkrete Umsetzung zu erarbeiten.

Land und Bund arbeiten mit Hochdruck an einem Klimaschutzgesetz. In diesem Zuge werden die Klimaschutzagenturen von großer Bedeutung. Denn sie können sich vor Ort kümmern, sind fachliche Ansprechpartner für die Bevölkerung und können den Vertrauensaufbau in das Gelingen der Energiewende vorantreiben.

Obwohl sich die Energiewende keinesfalls aufhalten lässt, befindet sie sich derzeit an einem kritischen Punkt. Denn „mehr als 32 Prozent CO2-Einsparung bis 2020 ist kaum noch drin“, sagte Goeke. Dabei betonte er, dass dieses Jahr ein Plan zum Kohleausstieg konkretisiert werden muss, in dessen Zuge die Bevölkerung aufgeklärt werden muss.

Dabei sieht Lies den Ausbau der erneuerbaren Energien und die industrielle Anwendung von Wasserstoff aus überschüssiger Windenergie als Voraussetzung für den Kohleausstieg. „Wir wollen den Norden zu einem Zukunftsstandort machen und eine Führungsrolle übernehmen, sowohl bei der Energieerzeugung als auch beim Netzausbau“.

Beim Thema Wärmewende ist laut Goeke keine Erhöhung der Energiestandards im Koalitionsvertrag vorgesehen. Allerdings sollte eine neue Förderstrategie geplant werden, da der Baubereich nun dem Ministerium zugeordnet ist.

Lies betonte, dass die finanziellen Lasten auf alle Energieträger gleichermaßen verteilt werden müssen. So sei für ihn als Bauminister bezahlbares Wohnen untrennbar mit den Themen soziales Miteinander, Klimaschutz und Mobilität verbunden. Deshalb wurde im März das „Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen“ gegründet.

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